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German Funk Fieber Vol. 2 Infectious Rare Grooves & Krauty Schlager Wonders 1969

13.35

  • 7 Bewertungen: 4.5




German Funk Fieber Vol. 2 - Infectious Rare Grooves & Krauty Schlager Wonders 1969 - 1978

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schlechte vinyl pressung
das vinyl ist schlecht gepresst, viel zuviele stücke für eine lp! nicht zu empehlen. musik: nicht zwingend.
 
  Das funkt....
Also bei mir hats gefunkt. Wer hätte gedacht, dass die Deutschen was von Funk verstehen. Bin mal wieder eines besseren belehrt worden. Hoffentlich werden bald noch mehr solcher Perlen gehoben. Hammer... !!!!!
 
Klassiker!!!!
Die CD dreht sich nun schon seit Tagen bei mir und sie wird mit jedem mal besser. Ist schon gut, dass solche Schätzchen gehoben werden.
 
  Gott sei Funk!
Deutscher Funk? Das geht doch gar nicht! Von wegen, meine Damen und Herren aus der Vorurteils-Fraktion, das geht sehr gut. Vor allem in den 60ern und 70ern ging das ganz besonders hervorragend. German Funk Fieber Vol.1 beweist es. Neben vielen, von denen man eine gewisse groovyness erwartet hätte (Peter Herbolzheimer, Hugo Strasser, das SWF-Orchester) sind es vor allem die unerwarteten Perlen, die diesen Sampler zu einem Hochgenuss machen: Howard Carpendale schafft sich zu hochverzerrtern Psychedelic-Gitarren und schwört "Du hast mich!". Sandra Hass ruft in "Kleiner Mann" zu mehr Eiern in der Hose auf. Wha-Wha, Schweinorgel und Flöten liefern die amtliche Basis. Hildegard Knef liefert mit "Wieviele Menschen waren glücklich, dass du gelebt", den textlich ambitioniertesten Song, der zudem mit einem großartigen Bass zu begeistern weiß. Und die Was Tun Band erarbeitet sich mit dem Agit-Funk "Es geht" den Titel "Rechtmäßiger Urahn der Fanta 4 und Jan Delays". German Funk Fieber Vol.1 wird der Dauerläufer in den Bars zwischen Schanze und Kreuzberg werden. Jede Wette.
 
Isch will nur disch!
Was, bitte, geht denn hier ab? Hammond-Orgel-Monster Klaus Wunderlich gibt den strammen Tanzbodenlurch, Hugo Strasser lässt mit seinem Tanzorchester Flashlights aufblitzen und ein offenbar testosterongesteuerter Howie Carpendale rockt und stöhnt in bester Austin-Powers-Manier Isch will nur disch! Überall lauern sägende Gniedelgitarren, fallen scharfe Bläsersätze und wildgewordene E-Pianos mit Bäcko-bau-baou über den ahnungslosen Hörer her. Eine Band namens Messengers groovt einen jazzrockenden Gang Bang, zu dem die englisch singenden Mädels den einzig coolen Mann suchen. Mannomann
Das, liebe Freunde musikalischer Überraschungen, ist ein echt schräger Sampler, ein wilder Mix einer in Hitparaden-Deutschland vollständig ignorierten Musikrichtung. Eine Platte voller Schlagerperlen des deutschen Funk [sprich: fank] aus deutschen Landen, wohlgemerkt, was auf zumeist völlig unbekannte Songs hinausläuft, aber interpretiert von Künstlern unterschiedlichster Prominenz und musikalischer Spannbreite. Das SWF Orchestra (aber auch der fantastische Peter Herbolzheimer) beweisen, dass Erde, Wind & Feuer selbstverständlich auch in Germany zu Hause sind.
Mein persönliches Highlight ist übrigens das Wiederhören mit einem ultracoolen Udo Lindenberg und seinem schleppenden Kapellmeister Votan Wahnwitz, eine absolut erstklassig instrumentierte Komposition von, na klar: Herbolzheimer. Groß!
Keinen einzigen der 18 Titel habe ich in meiner Sammlung gefunden, daher kann ich auch keine direkten Klangvergleiche anstellen, vermute aber angesichts saftig-fetter Bassdrums, stabilen Grundtonlagen und der dichten, komprimierten Abmischung, dass kräftig an den Masterreglern gedreht wurde keine schlechte Idee, um dieses ganz spezielle Fieber noch anzufachen. Kauzig bis krautig, aber spaßig.